Montag, 20. Juli 2015

Summerly Prime Time TV! As seen on ABC ...

Ich hatte mich vor etwas mehr als einem Jahr schon einmal über die Absonderlichkeiten des US-amerikanischen TV-Programms ausgelassen. Und dabei haben wir noch nicht einmal Kabel, daher entgeht uns Vieles. Aber dies hier war neu, anders - und wir haben wieder einmal rein zufällig eingeschaltet.


ABC ist unter der Handvoll Sender, die wir über unsere digitale Zimmerantenne (aka OTA Broadcast) bekommen, und läuft von den großen Sendern am zuverlässigsten (CBS und Fox je nach Wetterlage, NBC geht gar nicht rein). Wie auch in Deutschland ist das US-Sommerprogramm zweite Wahl, mit vielen Wiederholungen oder einigen Show-Experimenten, die man sich im Herbst nicht traut. Denn man kann laue Sommerabende auch ohne Fernsehen verbringen, das weiß jeder und machen viele.

Wie auch immer, Alex und ich saßen dennoch vor dem Fernseher, vermutlich, weil der Sommerabend nicht lau genug war. Wir blieben bei ABC hängen, es war Showtime.

Wir sahen: Ein engagiertes Publikum ...



... Moderatoren hinter Sicherheitsglas ...


 ... und einen Ansager mit charismatischer Ansagerstimme ...


... sowie konkurrierende Teams.


Der Hintergrund eben verriet schon den Titel der Show: BATTLEBOTS. Ferngesteuerte Roboter kämpfen gegeneinander. Es geht um den Einzug ins Halbfinale, beide Teams sind im Durchschnitt recht jung, das eine sind Studenten vom MIT. Die können also was.

Alex sagte: "Es ist wir Wrestling, nur in echt und nicht mit Menschen." Stattdessen lassen diese fleischgewordenen Kampfmaschinen jeden Lego-Technik-Kasten vor Neid erblassen. 

Drei Minuten dauert eine Runde, oder bis zum k.o., das heißt, bis einer der beiden Roboter entweder handlungsunfähig zerstört oder bewegungsunfähig ist. Wer sich genauer für die Regeln interessiert, wird hier fündig. 

Der Kampf zwischen Overhaul (der rote Bot) und Bite Force (blau) war sehr spannend ...






 ... nach drei Minuten Kampfzeit musste die Jury ihr Urteil fällen. Trotz starkem Finish des Gegners gewinnt blau.



Der nächste Kampf, die letzte Viertelfinalentscheidung steht an. Das ganze ist übrigens hoch wissenschaftlich - vielleicht wäre in den ersten vier Folgen erklärt worden, wie diese Punkte zustande kommen. So können wir nur raten - vielleicht sind sie erwürfelt worden.
 



Icewave (die Namen gehören zur Show dazu) ist hier der Favorit, geht aber dennoch k.o. (wie ein Käfer auf dem Rücken liegend).

Ich weiß nicht, wie sehr man es den vergangenen Zeilen angemerkt hat, aber ich bin von diesem TV-Programm deutlich faszinierter als ich es von "Major League Eating" war. Bastlertrieb und Ingenieurskunst liegen mir Lego-Kind eben deutlich näher! Vielleicht spielt auch das Ätschi-Bätsch-Gefühl mit hinein, so wie wenn man den mühsam aufgebauten Legoturm des kleinen Bruders umschmeißt. 

Die meisten der Bots sind übrigens modular und zwischen den Kämpfen darf (oder muss, je nach erlittenen Schäden in der Vorrunde) man Teile des Roboters auch verändern. "Ghost Raptor" beispielsweise baute einen "De-Icer" an (der machte nichts anderes als "Icewave" auf Abstand zu halten), um dem rotierenden Doppelblatt als schlagender Waffe zu entgehen.


Man kann schon coole Sachen machen, wenn man Ahnung hat. Bei manchen wurden die Sponsoren eingeblendet, andere scheinen gänzlich selbst in ihren Roboter investiert zu haben. Geld und Zeit (und eine verständnisvolle Frau) vorausgesetzt ...

Sonntag, 19. Juli 2015

Flying back to the US over Not-So-Greenland

Soviel zu den guten Vorsätzen. Von wegen "mehr los", weil ich unterrichtsfreie Zeit habe. Dabei bin ich doch schon lange genug Lehrerin um wissen zu müssen, dass das nicht viel ausmacht.


Etwas mehr als einen Monat war ich und etwas mehr als drei Wochen war Alex in Deutschland. Zwei Hochzeiten wurden gefeiert, ich habe in der Ägäis gebadet und damit seit Ewigkeiten mal wieder im Meer geschwommen, wir haben entspannt und zu schätzen gelernt, was wir in den USA haben. Jobs, die uns beiden Spaß machen, zum Beispiel. Wenig deutsches Gemeckere (eins der ersten Sachen auf Island: man ningelt - auf deutsch - über zu wenig Sitzplätze am Gate), mehr Gelassenheit im Alltag.  Manchmal braucht man eben den nötigen Abstand zum Alltag um so etwas schätzen zu lernen. Um dann nach einiger Zeit in den USA genau diesen räumlichen Abstand zu Freunden und Familie in Deutschland und Europe zu verfluchen.

Geflogen sind wir beide Strecken mit Icelandair. Umsteigen auf dem kleinen niedlichen Flughafen Keflavik, außer alkoholfreien Getränken und eine annehmbare Auswahl im Entertainment-Center (Ton Englisch oder Isländisch) war im Flugpreis nichts inklusive. Kopfhörer bitte selbst mitbringen! Lunchpaket selbst schnüren oder am Flughafen noch schnell etwas kaufen (gefühlt machten das alle, wenn ich mir die Menschenmassen so anschaute, aber es gab halt nur diesen einen Duty Free Shop und die eine Cafeteria).

Der Flight Tracker (also der einzige Programmpunkt im Entertainment-Center, den man auch ohne Kopfhörer sinnvoll nutzen kann; er verrät normalerweise auf einer Karte mit wechselnden Maßstäben, wo wir nun genau waren) war während der zweiten Etappe Island - Minneapolis zwar ausgefallen, aber trotzdem waren wir uns recht sicher (und es passte auch mit der Reisezeit hin), dass die erste klare Sicht an Bord (nachdem es sowohl in Hamburg als auch auf Island bedeckt bis regnerisch war), dass wir gerade auf Grönland hinabsahen.

Und ja, dieser Ausblick hatte was. Glücklicherweise hatte ich die Kamera im Handgepäck ... So können wir diese Aufnahmen teilen.

Noch recht nichtssagend. Die weiße Tupfen links sollten Eisschollen sein.

Wolken unterm Flügel, Eispanzer vorne.

Schmelzende Eispanzer.

Das läuft wohl unter kristallklarem, eisblauen Schmelzwassersee.

Noch einmal.

Looking for the Green in Greenland

Da unten schmelzen Gletscherzungen.

So langsam nähern wir uns der Westküste Grönlands.

Auch wenn die Fotos ganz gut geworden sind, dafür dass sie mit einer Kompaktkamera aus einem Flugzeugbullaugenfenster gemacht wurden - noch besser wirkt es natürlich in echt. 

Falls also jemand demnächst einen Transatlantikflug vor sich hat, wünsche ich gute Sicht über Grönland. Auch wenn man nur bei nördlicheren Zielen eher mittig über Grönland fliegt wie wir hier - bei Flügen nach Houston wurde m. E. nur die Südspitze gestreift.


Mittwoch sitzen wir schon wieder im Flugzeug - dann aber nicht so lange.

Unser Jetlag hielt sich dieses Mal (zurück in die USA) sehr in Grenzen. Gut, wir stehen sonst eher selten freiwillig so früh auf wie diese Woche. Aber es hat durchaus geholfen, dass es den ganzen Tag über hell war.

Sonntag, 24. Mai 2015

Water falls


Es ist Pfingsten in Deutschland – und hier natürlich kein Feiertag. Aber Montag ist Memorial Day, und damit auch hier langes Wochenende und der offizielle Start in den Sommer. Vor unserem Sommerbesuch in Deutschland mussten Alex und ich auch noch einmal aus Rochester raus … mal wieder nach Norden.
 


Nach einer Übernachtung in Duluth/Superior sind Alex und ich am Samstag in Grand Marais, MN angekommen, der letzten größeren Siedlung vor der kanadischen Grenze. Und genau dorthin ging es dann, natürlich nicht über die Grenze, denn dann wären wir nicht wieder zurück gekommen, so ohne Pass und gültigem Visum.



Unser Sonntagsausflug führte uns zum Grand Portage State Park. Das ist die östlichste Spitze Minnesotas, die Grenze zu Kanada bildet der Pigeon River. Und an diesem entlang ging es den Großteil unseres Pfades zum Tagesbeginn. Das Wetter war auch auf unserer Seite, heiter bis sonnig, nicht zu warm (aber das passiert im Norden Minnesotas Ende Mai auch nicht).

Pigeon River - Grenzfluss der USA und Kanada im Nordosten Minnesotas. Hinten im Bild: Kanada.


Pigeon River. Links im Bild: Kanada. Rechts im Bild: einer da.





Am Ende dieses Pfades warteten die höchsten Wasserfälle des Staates, passenderweise heißen sie High Falls.






High Falls - höchster Wasserfall in Minnesota

Wir waren da ...

Die High Falls noch einmal in voller Breite.



Und weil wir dann noch nicht genug Wasser gesehen hatte, hielten wir (nach einem weiteren Stopp beim Grand Portage National Memorial, aber dazu später mehr – vielleicht …) noch beim Judge Judy C.R. Magney State Park an.


Dort wartete ein 1-Mile Wanderpfad auf uns … Immer schön bergauf, damit man runter gucken kann.

50 shades of green

… und dann ganz am Ende etliche Treppenstufen wieder hinunter zu den Upper Falls. Im Vergleich zu den High Falls waren die eher niedlich, aber recht erfrischend – der Gischt sei Dank.






Wir setzten unseren Weg dann zunächst noch etwas weiter fort, ehe wir zu einem echten Teufelskessel kamen. Der Devil's Kettle ist ein Wasserfall, bei dem es so aussieht, als würde eine Hälfte im Nirgendwo versinken. Es ist kaum erkennbar (schaut selbst), aber war den Weg wert.


Devil's Kettle

Nur wie schon erwähnt … Die Treppenstufen, die wir hinunter liefen, mussten wir auch wieder hoch …




eins, zwei, drei, ganz viele ...
Alex' Hüften und meine Knie freuen sich - aber morgen werden wir ja den ganzen Tag im Auto sitzen dürfen. Je nach Rückreiseverkehrsaufkommen sind es plus/minus sechs Stunden zurück nach Rochester - normalerweise fährt es sich aber deutlich entspannter als in Deutschland!


Ich habe noch etwas Zeit, bevor es am 11. Juni für mich nach Deutschland geht – vielleicht passiert bis dahin hier im Blog noch etwas mehr.  :)

Sonntag, 15. März 2015

Spring forward!

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick ..."
 


So schrieb schon Goethe und Alex hielt das für einen passenden Beginn für diesen Blogeintrag. Denn auf Seen mit weniger Strömung hält sich der Eispanzer noch, auch wenn er zunehmend dünner wird. Wenn aber selbst der Mighty Mississippi wieder Wasser führt, dann ist augenscheinlich das Frühjahr angebrochen. Zumindest für den Moment, denn in Minnesota weiß man ja nie.

Alex und ich haben ein sehr musikalisches Wochenende hinter uns. Gestern abend hörten wir Bachs h-Moll Messe gleich um die Ecke von uns in der Lourdes-Kapelle von Assisi Heights. Und Freitag abend wurde es richtig klassisch: Beethovens Zehnte=Brahms' Erste. Und zwar auf eine recht außergewöhnliche (typisch amerikanische?) Art. Die erste Hälfte war eine moderierte Einführung mit Erklärungen zum Leben Brahms und seiner Zeit, dem schweren Erbe Beethovens und seiner Beziehung zu Robert und Clara Schumann. Verschiedene Stücke wurden nur in Auszügen gespielt, was zusammen mit der Moderation durch einen der Violinisten und der Dirigentin einen passenden Eindruck gab. Erst nach der Pause gab es dann die gesamte Sinfonie zu hören. "Into the Classics" heißt dieses Konzept.


Wir sind dann ausnahmsweise über Nacht in Minneapolis geblieben, haben uns ein Hotelzimmer Downtown gegönnt und sind am Samstag morgen mittag noch spazieren gewesen - bei herrlichstem Frühlingswetter! +15°C, Sonnenschein und blauer Himmel - das hatten wir seit unserem Ausflug nach San Francisco nicht mehr gehabt. Und da die gesamte letzte Woche schon
(temperaturtechnisch) darauf hin gearbeitet hatte , war - wie oben erwähnt - der Mississippi vom Eise  befreit.


Die Nicollet Mall ist in Minneapolis das, was einer Einkaufstraße am nächsten kommt. Ein bisschen wie die Mönkebergstraße in Hamburg allerdings, denn zumindest Busse und Taxis (und vielleicht Privatfahrzeuge mit Sondererlaubnis) dürfen hier fahren. Auch ist der Gehweg von der Straße abgeteilt. 

Von dort aus sind wir dann nach Norden gestartet und kamen etwa sechs Blocks weiter am Mississippi an. Dort machten wir uns dann auf den Heritage Trail, der über knapp drei Kilometer die Geschichte von St. Anthony und Minneapolis ("Mill City") erklärt, illustriert und an etlichen historischen Bauwerken vorbeiführt. Wie zum Beispiel die Stone Arch Bridge, ehemals für Güterzüge, jetzt für Fußgänger, Jogger, Skater, Radfahrer.



Stone Arch Bridge - hier kann man ihren Aufbau sehen oder zumindest erahnen

Rechts die Schleuse für den Schiffsgüterverkehr, links die gezähmten St. Anthony Falls

St. Anthony Falls - links Downtown Minneapolis

Stone Arch Bridge - heute nur noch Viadukt für Unmotorisiertes

St. Anthony Main - Minneapolis Riverfront

Blick auf Minneapolis

Noch ein Blick auf Minneapolis
 Gerne hätte ich noch ein ähnliches Blick mit der Stone Arch Bridge im Vordergrund gemacht, aber da kam ich irgendwie nicht näher dran: Der Zugang war noch abgesperrt.


Und noch ein Nachwort hinsichtlich der Geschichte von Minneapolis: Die Stadt wurde als Getreidemühlenstandort groß. Auf beiden Seiten des Mississippi finden sich entlang des Heritage Trails viele Hinweise auf diese grundlegende Industrie. Die Lage direkt an den St. Anthony Falls war natürlich ideal für Mühlen - und heute befindet sich in den Ruinen der ehemals größten Mühle der Welt das Mill City Museum.


Ehemals Washburn A Mill, heute Mill City Museum - und Gold Medal Flour gibt es immer noch zu kaufen.

Am Dienstag sollen die Temperaturen wieder einstellig werden (in Celsius, in Fahrenheit "upper 40s"), daher gehen wir jetzt noch einmal spazieren und die frühe Frühlingssonne genießen! Diesmal aber in Rochester und nicht in Minneapolis.

Montag, 16. Februar 2015

If you're going to ... San Francisco!

Seit einigen Tagen Wochen liegt mir mein Lieblingsalex nun schon ningelnd in den Ohren: "Du hast immer noch nichts zu San Francisco geschrieben. Da waren wir im Dezember!" Recht hat er. Da nutze ich mal meinen heutigen schulfreien Tag und berichte von meinem ersten und Alex' zweiten Besuch an der Pazifikküste.


Grund für die Reise war das ASH-Meeting (ASH = American Society of Hematology). Alex durfte dort ein Poster präsentieren, ansonsten war das Meeting für ihn nicht ganz so interessant: Viele Ärzte, viel über Blutkrebs etc. Viele andere Präsentationen dokumentierten, dass mit Hilfe dieser *experimentiellen* Therapie die Patienten glatte zwei Monate länger lebten ... Puh, das macht depressiv ...

Wie auch immer, ich habe trotzdem gerne meine zwei personal days (zwei Tage, die ich aus persönlichen Gründen im Schuljahr freinehmen kann) geopfert und meinen Mann als scientist's wife von Freitag abend bis Dienstag abend begleitet - und musste dafür nur den Flug bezahlen, für das Hotel (eher eine Pension mit geteiltem Bad, aber empfehlenswert und bezahlbar!) kam Mayo auf. Denn wer kann schon nein sagen zu San Francisco und diesen Sehenswürdigkeiten!

Cable Car


Golden Gate Bridge

Lombard Street - crookedest street (nicht wirklich)

Alcatraz



Dazu noch der Reisemonat Dezember (Nikolauswochenende), so dass Temperaturen sehr angenehm waren (so um +15°C) - perfekte Bedingungen fürs Sightseeing. Einziger Nachteil: Es wird recht früh dunkel. :( Ach ja: Und es kann extrem neblig sein!

Was ich auch noch für mich gemerkt haben: Adventszeit, Weihnachtsbäume und Palmen passen für mich nicht zusammen ... Wenn Weihnachten naht, muss es frieren (und ich auch), da sind wir in Minnesota genau richtig.

Weihnachtsbaum unter Palmen am Union Square


Aber gut, wir waren jetzt nichf fürs Weihnachtsflair nach SF gekommen. Stattdessen wollten wir wieder einmal Großstadtluft schnuppern. SF selbst hat zwar "nur" rund 840.000 Einwohner, aber eindeutig Metropolenflair. Dazu gehören auch die "Nachteile" wie viele Bettler und Obdachlose rund um die Market Street, die dort im krassen Gegensatz zu den noblen Shoppingcentern stehen. Aber das kannten wir schon aus Houston. Großstadtflair bedeutet aber auch: viele "Individuelle", eine multikulturelle Offenheit und - gerade im Fall von SF - eine erfrischende Lässigkeit.


Ach ja, die Cable Cars gibt es in San Francisco nicht ohne Grund, denn die Anstiege, diese diese bewältigen müssen, sind nicht ohne. Eine solch hügelig bis bergige (Innen-) Stadt habe ich seit Valetta (Malta) nicht mehr gesehen! Beweisfotos ...


Gut, dass diese Straßen höchst wahrscheinlich nie vereisen ...

Telegraph Hill

Cable Car in Aktion

Hinunter zur Fishermen's Wharf.


... und wenn man dann im Cable Car sitzt und das Gefühl hat, gerade zu sein, laufen die Leute ganz seltsam schräg bergauf oder bergab. :)


Was ich bei Städten persönlich ja auch immer besonders mag, ist die Nähe zum Meer oder Wasser.  Damit meine ich gar nicht einmal die Fishermen's Wharf, heute ebenso sehr eine Tourimeile wie die Landungsbrücken von St. Pauli. Aber einfach mal ans Wasser zu können, ist schon schön, finde ich, ob es nun die Francisco Bay oder gleich der Pazifik ist.

Das Ferry Building am Ende der Market Street

Die Bay Bridge


Was noch? Ach ja, Chinatown. Soll ja angeblich in jeder US-Stadt gleich aussehen, ich kann es jetzt wissentlich nur mit Boston vergleichen. Aber SF ist doch noch ein wenig authentischer, glaube ich (weil älter und so). Nun ja, vielleicht hätten wir einfach nicht in die Seitenstraße abbiegen sollen, wo es für mich nur fischig roch und Alex einen genaueren Blick hatte: Aale und Schildkröten schwammen zur Lebendverkauf in einem riesigen Becken ... *schüttel* Wir gingen lieber wieder zurück auf die weitaus touristischer ausgelegte Hauptstraße ...

 
Das Tor zu Chinatown


Und jetzt mitten drin ...


Architektonisch war SF im Allgemeinen jetzt nicht so sehr "alte Welt" wie die Ostküste (again: Boston), aber das verwundert ja auch angesichts des Erdbebens von 1906 nicht. Im Hayes Valley, unweit unseres Hotels, gab es allerdings noch ganze Häuserreihen mit diesen viktorianischen Wohnhäusern. Schick, nicht wahr? Ich möchte aber nicht wissen, was das (Miet-) Preisschild hier ist ...

Hayes Street


Die Tage waren leider zu kurz, um SF mehr als nur oberflächlich zu erforschen. Aber so im Rückblick mit dem zeitlichen Abstand von zwei Monaten glaube ich ohnehin, dass uns der Pazifik nicht zum letzten Mal gesehen hat ...

Möwe am Aquatic Park Pier mit Stadtblick

Sandra ebenda

Alex im/am Pazifik (Ocean Beach), ja, es war recht neblig ...

Fernweh, anyone?


Und während in meinem Kopf gerade "If you're going to San Francisco" und "California Dreamin'" in Endlosschleife spielen, schaue ich aus dem Wohnzimmerfenster nach draußen und sehe, dass es immer noch fröhlich vor sich hin schneit ... *seufz*